Die Bauhaus-Universität Weimar lädt zur »5. Langen Nacht des wissenschaftlichen Schreibens« ein.

Weimar. Ob in Büchern, Artikeln oder Online-Posts – täglich schreiben wir generiertes Wissen und Erfahrungswerte auf, um sie zu teilen und auf diese Weise in Erinnerung zu behalten. Welche Kraft hat das aufgeschriebene Wort in der analogen Vergangenheit und in der digitalen Gegenwart, sei es inner- oder außerhalb von Universitäten und wie verändern sich Schreibpraktiken in der digitalen Zukunft? Diesen und weiteren Fragen widmet sich die »5. Lange Nacht des wissenschaftlichen Schreibens« am 6. Juni 2019, in der Weimarer Universitätsbibliothek.

Unter dem Motto »Bauhaus schreibt!« stehen Studierenden, Promovierenden, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Universität sowie allen Schreibinteressierten an diesem Tag von 18 bis 24 Uhr 40 verschiedene deutsch- und englischsprachige Angebote zur Auswahl: Workshops zum Schreiben mit Apps oder von Bewerbungen, Vorträge über das diesjährige Kunstfest-Programm, über Zeitmanagement, über fachbezogene Recherchen im Bereich Architektur oder – im »Zeitalter von Fake news« – im Bewerten von Informationsquellen. Zudem wird es Gesprächsrunden über achtsames Schreiben in der Hochschullehre und über den Umgang mit rechtslastiger Literatur geben.

Wie in den Vorjahren liegt ein Schwerpunkt auf individuellen, fachkundigen Schreibberatungen. Ferner werden ein mehrsprachiger »EZSkapanden-Raum« und ein tönender »Time-out-Raum« ebenso überraschen, wie prämierte studentische Filme und Hörstücke, unter anderem von Christoph Blankenburg (Bundespreis für Kunststudierende) und Susann Maria Hempel (Hörspiel des Jahres 2018). Zur Regeneration von Körper und Geist können wieder die beliebten Sportangebote im Glaspavillon genutzt werden. Schließlich spiegelt sich das diesjährige Motto in der Kuratorenführung durch die Ausstellung »Die Bauhausbücher: ein europäisches Publikationsprojekt des Bauhauses 1924–1930« mit Michael Siebenbrodt ebenso wider, wie in der Bauhausbücher-Werkstatt oder den im Rahmen des Bauhaus100-Jahres entstandenen Podcasts von Maximilian Netter, die zum gemeinsamen Hören im Audimax einladen.

Ein besonderes abendliches Highlight stellt die Buchvorstellung der Schriftstellerin, Buchgestalterin und Herausgeberin Judith Schalansky dar, die um 20 Uhr aus ihrem mit dem Wilhelm-Raabe-Literaturpreis 2018 ausgezeichneten Buch »Verzeichnis einiger Verluste« lesen wird. Im Anschluss daran findet ein Gespräch mit Dr. Harun Maye (Internationales Kolleg für Kulturtechnikforschung und Medienphilosophie) statt.

»Mit ihrem Programm ist die Lange Nacht selbst das Ergebnis einer gesellschaftsrelevanten Schreibart und zeigt der interessierten Öffentlichkeit, wie an der Bauhaus-Universität heute studiert und geforscht wird und welche universitären Servicebereiche dafür zur Verfügung stehen. Durch die insbesondere von Studierenden und Lehrenden eingebrachten Beiträge soll die Veranstaltung auch die Möglichkeit für externe Besucherinnen und Besucher bieten, die Bauhaus-Universität Weimar als offenen und produktiven Ort zu erleben, der eng mit anderen Wissenseinrichtungen, wie u. a. der Schreibwerkstatt der Friedrich-Schiller-Universität Jena, dem Studierendenwerk Thüringen und dem Kunstfest Weimar verbunden ist.«, betont Projektkoordinatorin Katrin Richter.

Weitere Informationen und Anmeldung:

Alle relevanten Programmpunkte und Angebote können unter dem folgenden Link eingesehen werden: www.uni-weimar.de/lange-nacht. Die Teilnahme ist kostenfrei.

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