Von Woshimike - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=32739720

Jena. Spätestens seit der anhaltenden #metoo- Debatte kennt jeder den Begriff „Toxische Männlichkeit“. Besonders lebendig ist diese Hypermaskulinität in der HipHopKultur. Wenn man einigen Rappern Glauben schenken will, dann sind Eiweißshakes und Influencing an der Tagesordnung, am besten gemischt mit der Abwertung von Frauen und Menschen der LGBTIQ-Community. Nirgends sonst werden Aggressivität, Sexismus und maskulines Gehabe so offen (re-)produziert wie in dieser dennoch großartigen Subkultur.

Rap kann mehr als „Mutter-Lines“ und „Schwanzvergleich“! Wie zeitgemäß und tatsächlich ist das hegemoniale Männlichkeitsbild im Rap? Braucht es gar eine Revolution der Hip-Hop-Community und wie viel Feminismus verträgt die Szene?

Titel: Männlichkeit – alles toxisch oder was?
Ort: Kulturbahnhof Jena
Einlass: 18:30 Uhr
Beginn: 19:00 Uhr (Podiumsdiskussion, anschließend Konzert)
Eintritt: 5€

Es diskutieren:

Plaeikke – Rapperin aus Leipzig, deren Album „Mess with ma weakness“ Anfang März released wurde und die von ihren Erfahrungen in der männerdominierten Szene berichten kann.
Christoph May – Toxikologe und Gründer des Detox Masculinity Network. Bloggt über Kritische Männlichkeit und promoviert über Graffiti. Detox Masculinity
form/prim – Berliner Rapper, Publizist und Gutmensch im „Genderwahn“. Begründer des FICKO-Magazins für gute Sachen und gegen Schlechte.

Nach der Diskussion werden TrueLu (Jena), Plaeikke und form ihre Tracks Live perfomen. DJ david sternchen gestaltet die Aftershow-Party.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation des Projekt A4 – Beratung männlicher Betroffener von häuslicher Gewalt und Stalking, Sensibilisierungs- und Informationsarbeit in Thüringen mit der Heinrich-Böll-Stiftung Thüringen und Jena.