Jena. Zweimal kam die Polizei am Mittwoch zum Einsatz, weil Hunde in Autos eingeschlossen waren. In der Friedrich-Zucker-Straße befand sich gegen 13:00 Uhr ein Hund in einem Transporter, der in der prallen Sonne stand. Von Zeugen auf den darin stark hechelnden Hund angesprochen, wurde der Fahrzeugbesitzer aggressiv.

Auch auf dem Globus-Parkplatz befanden sich am Mittag zwei Hunde in einem PKW, bei dem sämtliche Fenster geschlossen waren. Eine Zeugin hat er bereits eine Durchsage im Markt veranlasst. Als die Hundehalter zum Auto kamen, zeigten Sie sich ebenfalls uneinsichtig.

Betrügern aufgesessen

Seit Montag wurde ein 77-jähriger Rentner in Jena von Unbekannten während mehrerer Telefonate davon überzeugt, dass er bei einem Gewinnspiel 82.000 Euro gewonnen habe. Um in den Besitz des Gewinns zu kommen und die Kosten für Notar und Geldboten abzudecken, sollte er Geldkarten im Wert von 4.000 Euro kaufen. Der Rentner erwarb entsprechende Karten für 3.000 Euro und übermittelte deren Zahlencodes telefonisch an die Betrüger. Mit diesen Codes kann man im Internet völlig anonym einkaufen. Ein Zurückholen des Geldes ist nicht mehr möglich. Nun holten die Betrüger zum zweiten Schlag aus und machten ihrem Opfer Glauben, dass es “Buchungsschwierigkeiten” gegeben habe und er nun 2.700 Euro per MoneyGram überweisen soll. Schließlich sei er ja noch im Besitz der Zahlungskarten. Die waren allerdings durch das Übermitteln der Codes inzwischen völlig wertlos, die Täter hatten sich längst bedient. Beim Vorsprechen in der MoneyGram-Filiale machten die Mitarbeiter den Mann allerdings darauf aufmerksam, dass er wahrscheinlich einer Betrugsmasche aufgesessen sei. Dadurch trat – zum Glück – kein weiterer Schaden ein.

Diebstahl war doch keiner

Ein Anwohner aus der Talstraße rief gegen 21:45 Uhr die Polizei, da er einem Mann gegenüber steht, der angibt, gerade von einem Freund bestohlen worden zu sein. Am Tatort angekommen stellten die Beamten fest dass das vermeintliche Opfer alkoholbedingt einem Irrtum aufgesessen und noch im Besitz seines angeblich gestohlenen Portmonees war. Allerdings mussten die Beamten einen Rettungswagen bestellen, da ein Atemtest bei dem 59-jährigen aus Apolda 3,3 Promille ergeben hatte.

Kinder gefilmt

Ein aufmerksamer junger Mann informierte am Mittwochnachmittag die Polizei, dass er am Löbdergraben einen Mann beobachtet, der auffällig mit seinem Handy Kinder auf einem Spielplatz filmte. Auf Bitten der Beamten stieg der Zeuge gemeinsam mit dem Verdächtigen in eine Straßenbahn. Die Beamten konnten den verdächtigen Mann in der Straßenbahn stellen und fanden bestätigt, dass er selbst in der Bahn kleine Mädchen gefilmt hatte. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wurde die Wohnung des 55-Jährigen durchsucht und dort alle Datenträger sichergestellt. Deren Auswertung läuft. Bei der Durchsuchung fanden die Beamten außerdem eine kleinere Menge Marihuana.