Jena. Der FC Carl Zeiss Jena treibt seine Personalplanungen für die kommende Drittligasaison voran und hat sich mit Maximilian Rohr die Dienste eines weiteren Defensivmannes gesichert.

Der 23-jährige Maximiliam Rohr war zuletzt in der Oberliga Baden-Württemberg für den SGV Freiberg am Ball, wo er einen noch bis Sommer 2021 laufenden Vertrag hatte. Der FC Carl Zeiss Jena hat gegen Zahlung einer Ablösesumme einen vorzeitigen Wechsel an die Kernberge ermöglicht, wo Maximilian Rohr einen Vertrag bis 2021 unterschrieb – mit der Option auf ein weiteres Jahr bei entsprechender Anzahl an Einsätzen für die Zeiss-Elf.

Lukas Kwasniok, FCC-Cheftrainer: „Das mag auf den ersten Blick ein ungewöhnlicher Transfer sein, wenn man mit fast 24 Jahren gegen Zahlung einer Ablöse aus der 5. Liga den Sprung in die 3. Liga macht. Aber Maxi ist der typische Fall eines Spätentwicklers – und das ist wörtlich zu nehmen. Noch in der U19 war er kaum größer als 1,70 m und misst nun stolze 1,95 m. Und genau so ist es auch mit seiner fußballerischen Entwicklung. Er hat auf verschiedenen Positionen gespielt, fühlt sich nun auf der Innenverteidigerposition am wohlsten, ist stabil, mit guter Wahrnehmung und gutem Spielaufbau und zudem schnell. Er bringt also einige Atttribute mit und könnte für die eine oder andere Überraschung sorgen. Er ist alles andere als ein Ergänzungstransfer. Maxi hat das Potenzial, uns auf Anhieb zu verstärken.“

Maximilian Rohr: „Jena ist ein absoluter Traditionsverein. Wer sich mit Fußball in Deutschland befasst, kommt am FCC gar nicht vorbei. Für einen solchen Club spielen zu dürfen, ist etwas ganz besonderes. Darüber hinaus hat der Trainer mich unbedingt gewollt. Das ehrt mich sehr. Auch dass man für einen Spieler aus der Oberliga bereit ist, eine Ablöse zu zahlen, zeigt ja, wie sehr die Verantwortlichen in Jena diesen Transfer wollten. Und ich möchte der Mannschaft eine Stütze sein und für Verein und Fans erfolgreich Fußball spielen.“

Geschäftsführer Chris Förster: „Auch wenn das für manche ungewöhnlich erscheinen mag, für einen Spieler aus der 5. Liga eine Ablöse zu zahlen. Aber das ist genau eine dieser Chancen, nach denen wir immer suchen, und die wir unbedingt ergreifen wollten. Letztlich konnten wir uns mit Freiberg auf eine Ablösesumme einigen, die eigentlich über unserer Schmerzgrenze lag. Aber hier hat das Gesamtpaket überzeugt, zu dem Maximilian Rohr mit seiner Bereitschaft zu einem sehr leistungsbezogenen Vertrag einen wichtigen Beitrag leistet. Er sieht die sich ihm bietende Chance und ist dankbar für diese. Und wir sind froh, dass wir im Interesse des Jungen – und natürlich in unserem – eine Lösung gefunden haben.”