Jena. Am morgigen Donnerstag, dem 4. Juli, spricht Dr. Helmut Hühn im Rahmen des Studium Generale 2019 zum Thema „Denkmal“ um 16.15 Uhr im Hörsaal 24 des Universitätshauptgebäudes. Der Titel des Vortrags lautet: Das Gedicht als Denkmal? Goethes „Epilog zu Schillers Glocke“.

Wenige Wochen nach Schillers Tod im Mai 1805 schreibt Johann Wolfgang Goethe an Carl Friedrich Zelter in Berlin: „Ich dachte mich selbst zu verlieren, und verliere nun einen Freund und in demselben die Hälfte meines Daseins.“ Er denke daran, so heißt es weiter, „das Andenken des Abgeschiedenen auf der Bühne zu feiern“.

Ein Entwurf, der dieses Vorhaben manifestiert, ist unter dem Titel „Schillers Todtenfeyer“ überliefert (WA I 16, 561-569). Er bleibt aber unvollendet und unausgeführt. Ende Juli 1805 entsteht für die Gedächtnisfeier, die Goethe mit den Schauspielern des Hoftheaters zu Ehren Schillers am 10. August 1805 in Lauchstädt veranstaltet, der „Epilog zu Schillers Glocke“.

Das berühmte Stanzengedicht vergegenwärtigt Leben und Werk des Freundes und setzt ihm dabei ein lyrisches Denkmal. Der Vortrag untersucht, wie Goethe mit diesem Gedicht das kulturelle Gedächtnis Schillers formt.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!

Ich akzeptiere

Please enter your name here