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Jena. Mit mehreren Haftbefehlen fahndete die Kriminalpolizei Jena und die Zielfahnder des Landeskriminalamtes Thüringen nach dem 46-jährigen Marko H. (Öffentlichkeitsfahndung vom 31. Mai 2019). Vergangenen Donnerstag konnte der Gesuchte nach monatelanger Flucht in Stassfurt in Sachsen-Anhalt festgenommen werden. Es hatten sich Hinweise verdichtet, dass er sich in dieser Gegend aufhält, sodass Beamte mehrerer Sachsen-Anhaltinischer Dienststellen informiert und in die Fahndung einbezogen wurden. In seiner Freizeit fiel der PKW des Gesuchten einem Polizeibeamten auf. Für den Beschuldigten völlig überraschend wurde er wenig später in dem Auto von Zivilbeamten festgenommen. Das von ihm benutzte Auto hatte er vier Tage vorher einer Familie gestohlen, die damit in den Urlaub fahren wollte. Es war bereits vollgepackt. Im Zuge der sich der Festnahme anschließenden Ermittlungen konnten die Beamten den Verbleib von acht PKWs klären, die der 46-Jährige im Rahmen seiner Flucht gestohlen hatte. Auch zwei Schreckschusswaffen befanden sich in den von ihm zuletzt benutzten Fahrzeugen.

Der Beschuldigte verschaffte sich regelmäßig durch Einschlagen von Seitenscheiben Zugang zu Autos, die an Ausflugszielen, Friedhöfen oder aus seiner Sicht günstig gelegenen Orten abgestellt waren. Er suchte dabei nach Handtaschen und Gepäckstücken, um mit den darin gefundenen Geldkarten sofort an Geldautomaten Bargeld abzuheben. Begünstigend wirkte sich dabei aus, dass die Opfer auch die dazugehörige PIN in der Geldbörse aufbewahrten. Oft mietete er sich unter falschem Namen in Ferienwohnungen, Pensionen, Bungalows oder privat vermieteten Objekten ein und bezahlte im Voraus, wobei er sehr selbstbewusst auftrat. Dabei blieb er nie lange an einem Ort. Die von ihm genutzten PKWs hatte er meist gestohlen und mit ebenso gestohlenen Kennzeichen versehen.

Bereits im Jahr 2016 wurde Marko H. wegen solcher Straftaten durch die Zielfahnder des Landeskriminalamtes Thüringen festgenommen und erhielt hierfür eine mehrjährige Haftstrafe. Nach seiner Entlassung setzte er seine Straftaten fort und bestritt damit erneut seinen Lebensunterhalt.

Jetzt befindet er sich wieder in einer Justizvollzugsanstalt.

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