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Jena. In der seit Jahren geführten Debatte um eine Verbesserung der Sicherheit für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen an der Camsdorfer Brücke beharrt die Stadtverwaltung bei ihrer Planung leider weiterhin auf einen deutlichen Einschnitt in das Naturschutzgebiet. Die Grüne Stadtratsfraktion und der Vorstand des Kreisverbandes schließen sich den Argumenten von NABU und BUND an.

Dazu der Kreissprecher Wolfgang Volkmer: „Der Auwald unterhalb der Brücke ist wichtig für die Natur in der Stadt und muss geschützt werden. Die jetzigen Pläne der Stadtverwaltung gehen einseitig zu Lasten der Natur, weil man davor zurückschreckt den Autoverkehr anzutasten. Der Eingriff in das Biotop durch den Bau des Radwegs würde zu massiven Beeinträchtigungen führen und außerdem keine Lösung für alle aktuell befahrenen Richtungen und Beziehungen über die Brücke bringen.“

Die Fraktionsvorsitzende und Jena-Ost Ortsteilrätin Dr. Margret Franz weist auf die Zusammenhänge mit der Verkehrsberuhigung in Wenigenjena hin: „Wir wollen das Tempo in der Karl-Liebknecht-Straße auf 30 km/h drosseln. Wenn auf der Brücke auch langsamer gefahren und eine sichere Querung an der Seite der Grünen Tanne geschaffen wird, dann kann auch mit vergleichsweise wenig Geld und ohne Naturbeschädigung eine Lösung für alle Verkehrsteilnehmer*innen erreicht werden.“

Nach Ansicht der grünen Fraktion gibt es Alternativen zur Unterquerung der Brücke. Die Fällung der Bäume ist damit nicht zwingend notwendig. Diese Haltung werden die Grünen auch auf der morgigen Sitzung des Stadtentwicklungssausschuss vertreten und begründen. Darüber hinaus will die Fraktion Vorschläge für alternative Planungen machen, welche allen Verkehrsteilnehmer*innen gerecht werden.

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