Radfahrer verdeutlichen mit einer Poolnudel den Sicherheitsabstand zum überholen auf der Kahlaischen Straße in Jena (Foto: Albrethsen-Keck)
Radfahrer verdeutlichen mit einer Poolnudel den Sicherheitsabstand zum überholen auf der Kahlaischen Straße in Jena (Foto: Albrethsen-Keck)
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Gehweg entlang Kahlaischer Straße nicht mehr freigegeben für Radfahrer – ADFC Jena-Saaletal weist mit Poolnudel-Fahrt darauf hin

Entlang der Kahlaischen Straße stadtauswärts wurde unlängst die Beschilderung „gemeinsamer Geh- und Radweg“ bzw. „Gehweg, Radfahrer frei“ entfernt. Konsequenterweise müssen alle Radfahrer ab sofort die Fahrbahn benutzen, die starken Kfz-Verkehr aufweist und die wegen der Straßenbahnschienen heikel ist.

Die Stadtverwaltung hatte nach einer Bürgerbeschwerde festgestellt, dass die Gehwegbreite zwischen Puschkinplatz und Ringwiese an einigen Stellen unterhalb der empfohlenen Mindestbreite zur Freigabe für Radfahrer lag. Das Problem wurde gelöst, indem man die Schilder abmontierte.

Der ADFC Jena-Saaletal nahm diese neue Situation zum Anlass, mit einer „Poolnudel-Fahrt“ die Kfz-Fahrer darauf hinzuweisen, dass zum Überholen der Radfahrer auch in der Kahlaischen Straße ein Sicherheitsabstand von 1,5m gilt. Die Poolnudeln auf dem Gepäckträger verdeutlichten, dass ein Radfahrer nur überholt werden kann, wenn es keinen Gegenverkehr gibt. Die Straßenbahn muss geduldig hinter dem Radler bleiben.

Bei der morgendlichen Testfahrt stellte sich heraus, dass die zahlreichen Alltagsradfahrer die Änderung nicht bemerkt hatten. Es wurde nach wie vor ausschließlich auf dem Gehweg geradelt. Das ist verständlich, denn die Gefährdung der Radfahrer auf der Fahrbahn ist deutlich höher, als die Gefährdung von Fußgängern auf dem Gehweg. Der ADFC Jena-Saaletal wird sich für eine Überprüfung der Entscheidung einsetzen, da es sich bei dem fraglichen Teilstück auch um einen frequentierten Schulweg zum Ernst-Abbe-Gymnasium handelt.

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