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Jena. Der Mängelmelder in Jena hat sich inzwischen als ein niederschwelliger Anlaufpunkt für diverse Angelegenheiten der Jenaerinnen und Jenaer herausgestellt. Sei es ein überwucherter Gehweg, ein verdecktes Verkehrszeichen, eine defekte Straßenlampe oder eine Ölspur: Der Mangel kann jederzeit online mit einem Foto auf der städtischen Seite bereitgestellt werden. Ein Team schaltet den Beitrag frei und fängt mit der Bearbeitung an. Dabei gibt es Mängel, die schnell gelöst werden, und manche, bei denen sich die Bearbeitung entweder hinzieht oder die Bürgerin oder der Bürger auf andere Stellen verwiesen wird.

Unter der Nummer 181/2018 (Sonstiges) findet sich folgender Eintrag vom 29. September 2018: “Am Fuß-/Radweg entlang des Autohaus Fischer (von Max-Gräfe-Gasse kommend in Richtung Kreuzung Brücken-/Wiesenstraße rechts) gibt es mehrere Ausfahrten aus dem Gelände des Autohauses. Die von dort kommenden Fahrzeuge, die auf die Brückenstrasse auffahren wollen, kommen ohne Vor-und Rücksicht aus den Einfahrten auf den Fuß-/Radweg geschossen. Ein ehemals aufgebrachtes Piktogramm auf dem Weg ist inzwischen abgenutzt und befindet sich außerdem (geänderte Zuwendungen) nicht mehr an für die Autofahrer markanter Stelle. Dies stellt ein erhebliches Gefahrenpotential dar. Ich selbst bin trotz größter Aufmerksamkeit mehrfach in prekäre Situationen geraten.”

Ein Foto bebildert die Situation, die Lage im Stadtgebiet wurde nicht nur mit Worten beschrieben sondern auch für die schnellere Besichtigung und Beseitigung markiert. Nach über vier Wochen Bearbeitung schrieb das Mängelmelder-Team am 6. November: “Die Verkehrsteilnehmer die aus dem privaten Werkstattbereich rausfahren, müssen § 10 StVO (Einfahren) beachten. Das bedeutet, dass Fußgänger und Radfahrer auf der Gehbahn und Auto auf der Straße vor dem Ausfahren vorbeigelassen werden müssen. Die Markierung kann evt. im nächsten Frühjahr bei vernüftiger Witterung wieder aufgebracht werden.”

Nun hilft es der Bürgerin oder dem Bürger wenig, wenn er auf der Motorhaube eines Autos landet, weil sich die Fahrzeugführer eben nicht an die StVO halten. Der Sicherheitsaspekt, das Piktogramm mit den Fußgängern, würde hier helfen, die Situation für die Verkehrsteilnehmer deutlich zu machen. Das geschah nicht. Das Piktogramm verblasst. Selbst Hinweise, dass es hier Unfälle und Beinah-Unfälle gab, werden nicht ernst genommen.

So wurde am 28. August unter der Nummer 2209-2019 (Straßenschild) erneut auf die Situation hingewiesen. Sehr verärgert weist die Bürgerin auf den nicht behobenen Mangel hin, der als “erledigt” gekennzeichnet wurde und auf die fehlende Markierung auf dem Fuß-/Radweg hinweist, zumal sich jetzt durch den Schulbeginn und den Erstklässlern die Situation verschärft hat.

Derzeit liegt noch keine Meldung des Mängelmelder-Teams vor.

 

 

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